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Aus dem Sanella-Album Australien Neuseeland |
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Korallen, Seegurken und Walfischeier Nachdem wir die Küste ein paar Tage lang gründlich "erforscht" haben, lassen wir uns zum Barriereriff übersetzen, das heißt, auf eine seiner Inseln. Denn das Riff besteht aus einer Unzahl von Inseln und Korallenbänken, von denen viele nur bei Ebbe zu sehen sind. Fast 2000 Kilometer lang und zwischen 20 und 150 Kilometer breit ist das Barriereriff. Es bedeckt eine Fläche, die fast so groß ist wie das ganze Gebiet Westdeutschlands! Wir fühlen uns so wohl wie die Fische im Wasser, die hier überall zwischen den roten Korallen und grünen Seegrasbänken herumschwimmen. Hier kann man es aber auch wirklich aushalten! Wir baden und angeln den ganzen Tag, lassen uns den heißen, weißen Sand durch die Finger rieseln und haben es gar nicht eilig weiterzukommen. Klaus hat sich einen herrlichen Angelplatz auf einem der Schraubenbäume eingerichtet. Einige Äste ragen ein paar Meter über das Wasser. Darauf sitzt er und angelt Barramundas, Makrelen, Papageienfische und kleine Rochen - was anbeißt, wird herausgezogen! Zweimal sind ihm aber auch schon die Fische mit der Angel durchgegangen. Dann schimpft er wie ein Rohrspatz, weil er sich eine neue Angelrute schneiden muß! Aber in der Zwischenzeit kann ich dann immer seinen Stammplatz beziehen. An dieser Stelle ist ein richtiges Loch in der Korallenbank - etwa 3 Meter tief -, und hier scheinen sich alle Fische ein Stelldichein zu geben, wobei sie sich zur Abwechslung auch gegenseitig auffressen. Das Wasser ist glasklar. Die Korallen bilden richtige bunte Gärten unter Wasser - seltsame Gebilde, von Milliarden winziger Korallentierchen im Laufe der Jahrhunderte aufgebaut! Leuchtend rote Kugeln, phantastische Säulen und zackige Türme stehen zwischen den Algen und Seegrasbüscheln auf dem Meeresgrund. |
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Wenn das Wasser bei Ebbe zurückflutet, dann kommen alle diese seltsamen Gebilde zum Vorschein. Dazwischen wimmelt es von Seesternen, Krebsen, kleinen Tintenfischen und Seegurken, die langsam und behäbig über die Algenbänke kriechen. Auf einer anderen Insel entdecken wir am Strand große kreisrunde Bälle. "Das sind Walfischeier!", erklärt uns schmunzelnd der Fischer, der uns mit seinem Boot mitgenommen hat. Wir müssen wohl doch etwas ungläubig dreingeschaut haben - Klaus murmelt zwar etwas von Säugetieren, die keine Eier legen; aber er traut sich nicht, es laut zu sagen, denn das Schnabeltier legt ja auch Eier. - Der Alte lacht: "Laßt euch man keinen Bären 'aufbinden. Das sind Seesgrasbälle, die von der Flut auf den Strand gerollt werden. Hier draußen ist der ganze Meeresboden mit Seegras bewachsen. Immer wieder reißt die Flut Büschel davon los und schwemmt sie an Land. Und dann bilden sich diese Kugeln!" Es ist sehr schwül heute. Wir wollen noch ein Bad nehmen, bevor wir mit unserem Seegurkenfischer zurückfahren. |
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